
In diesem Jahr wollen wir im August in See stechen, mit dem Ziel, die Prüfung zum SKS am Ende zu bestehen.
Mit Kurs „Rund Dänemark“ stachen wir in diesem Jahr in See - vom 10.08. bis zum 23.09.2009.
Ausbildungstörn Stettin-Karskrona-Simrishamn. Am Freitag (10.08.2007) ging es im ASC am Stößensee endlich Nachmittags los! Beim Durchfahren einer Kanalverengung (Baustelle) kam uns ein Lastkahn entgegen und drücke uns mit dem Kiel...
Ein Blick in die Tidentafeln am Vorabend hatte uns davon überzeugt, daß frühes Aufstehen anstand. So legten wir um 7:30 Uhr in Wedel ab. Gefrühstückt wurde auf der Elbe, wo wir bei schwachem S-Wind mit einsetzendem Ebbstrom seewärts fuhren. Um Zeit zu sparen, wurde zusätzlich zu den Segeln, die Maschine angeworfen, die in den folgenden zwei Stunden noch mehrmals entlüftet werden mußte. Ergo: kein Verlaß auf den Motor, ein Fehler läßt sich aber nicht finden. Wie gut, daß Stropp ein Segelschiff ist! Der Wind legt langsam zu...
Gut gelaunt, wenn auch ein wenig müde trafen wir uns um 06:00 Uhr früh im ASC und stachen nachdem die letzten Sachen an Bord verstaut waren gegen 06:30 Uhr in See. An der ersten Schleuse (Spandau) stellte sich heraus, dass die Berufsschiffer noch nicht so früh unterwegs waren und so mussten wir uns auf eine 30minütige Wartezeit einstellen, die zum Brötchen holen genutzt wurde. Auch trafen wir hier ein weiteres Berliner Boot, dem wir auf der verbleibenden Strecke immer wieder begegnen würden. So gut versorgt machten wir uns auf den langen Weg, der von diversesten Arbeiten begleitet wurde: Proviant verstauen, Deck säubern, …
Der Ausbildungstörn entlang der schwedischen Ostküste führte über Bornholm, Christiansö, Vestervik bis nach Stockholm. Auf dem Rückweg wurde zusätzlich ein Abstecher nach Gotland unternommen. Das Wetter war sehr abwechslungsreich. Viele Sehenswürdigkeiten wurden besucht.
Vor uns lag eine weite Reise, und so beschlossen wir gleich abzulegen. Leider war kein Wind, so daß die ganze Strecke unter Maschine zurückgelegt werden mußte. Im Stettiner Hafengebiet nahmen wir für 20 Min. eine Polnische Segelyacht auf den Haken, mit der einige junge Leute zu einer Hafenparty wollten. Deren Motor tat’s nicht. Nach zwei Stunden Fahrt...
...Mit dem appetitlichen Fisch- und Dieselduft in der Nase verlassen wir den gastlichen Ort Bua und kreuzen wie gehabt weiter Rtg. Nord durch die südlichen Schären. In einer netten kleinen Ankerbucht südlich Sandö´s Udde machen wir längs am Granitfelsen fest und grillen auf Treibholz lecker Schwedenfleisch. Am Morgen dann endlich das ersehnte Aufbriesen - immerhin auf 1-2 Beaufort, aber...
...Nach dem Ausschlafen und einem guten Frühstück sowie dem notwendigen Einkauf legten wir unter Maschine ab. Unter gerefftem Großsegel und kleiner Fock kreuzen wir gegen frische 6 Windstärken an, und freuen uns über den gut laufenden ´STROPP´. Nach umrunden der W-Spitze von Algön geht’s raumschots, jetzt unter Sturmfock und gerefftem Großsegel, mit rauschenden Fahrt weiter...
...Noch am selben Tage verließen wir Mariehamn, durchquerten bei südlichen Winden die Ålandsee und nahmen Kurs auf die Kvarken-Enge: unser Ziel war und blieb HAPARANDA! Wir setzten Passatsegel, bedauerten, dass wir noch immer keinen Spinnaker hatten, trimmten das Boot, bis es sich mit belegtem Ruder über lange Zeit selbständig steuerte, und hatten genügend Zeit, von HAPARANDA zu träumen...
...Wir verließen bei W-Wind und ablaufendem Wasser Brunsbüttel mit Maschine in Richtung Cuxhafen, wo noch Proviant übernommen und die Deviation des neu eingebauten Steuerkompasses aufgenommen wurde. Am späten Nachmittag ließen wir uns mit dem starken Ebbstrom bei schwachem Wind elbabwärts treiben. Unser Ziel: Edinburgh – mit der Hoffnung, nicht wie vor zwei Jahren nach halber aufgeben zu müssen...